15.03.2019
Feuchtbiotop an der Weihdorfer Wiese
NEU

Große Freude bei Lurchi und Unkerich

Im Stadtwald Holzgerlingen ist ein neues Feuchtbiotop entstanden. Am Ostrand der Weihdorfer Wiese wuchs ein Eschen-Jungwald. Leider wurden die Eschen von einem Pilz befallen. Das Falsche Weiße Stengelbecherchen, so heißt die Pilzart, brachte fast alle Eschen zum Absterben.

Der Gemeinderat hatte sich bei seinem Waldbegang im Herbst 2018 mehrheitlich dafür ausgesprochen, diesen Bereich ökologisch aufzuwerten und in ein Feuchtgebiet umzuwandeln. „Libellen, Frösche und Wasserpflanzen statt toter Eschenbäume. Eine gute Sache für unsere Natur“: war auch das klare Votum für die Maßnahme von Bürgermeister Ioannis Delakos.

Die untere Naturschutzbehörde hat die Maßnahme begrüßt und genehmigt. So konnten die Rodungs- und Baggerarbeiten im Februar dieses Jahres durchgeführt werden. Der neue „Tümpel“ weist Flach- und Tiefwasserbereiche auf, um den verschiedenen Ansprüchen der Tier- und Pflanzenwelt eine breite Auswahl anzubieten.

Mit zirka 700.000 Litern Fassungsvolumen ist es das größte naturnahe fischfreie Feuchtgebiet auf städtischem Grund. Neben den hier typischen Amphibienarten wie Bergmolch, Grasfrosch, Teichfrosch und Erdkröte könnte sich auch der seltene Laubfrosch ansiedeln. „Das ist nur möglich, wenn der Tümpel fischfrei bleibt! “: so appelliert unser Revierförster Achim Klausner an die Bevölkerung. Fische fressen Froschlaich und Kaulquappen. Daher dürfen Goldfische und Co. auf keinen Fall in unseren neuen Tümpel gelangen. Auch wenn es verlockend erscheint, für den Laubfrosch wäre es das sichere Aus.

Finanziert wurde die Maßnahme über die Stadt Holzgerlingen aus den Mitteln des Biodiversitäts-Check. Im Frühsommer dieses Jahres werden durch ein Sozialprojekt und freiwillig helfende Hände noch eine paar Sitzgelegenheiten entstehen. Dann können Sie beim Spaziergang einen kurzen Stopp einlegen und dem sommerlichen Quaken lauschen.